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| woher kommt der mops |
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Der Mops
Der Mops ist eine der ältesten Hunderassen Europas. Er stammt vermutlich aus dem Kaiserreich China, wo er vor mehr als zweitausend Jahren aus doggenähnlichen Hunden herausgezüchtet wurde. Er galt als Königshund und es war ein Privileg der Könige, ihn besitzen und anfassen zu dürfen. Man vermutet, dass Hunde, die nicht zur Weiterzüchtung geeignet waren, von den Züchtern teuer an das Volk verkauft wurden. Die Existenz des Mopses in westlichen Ländern wurde ab etwa 1425 durch Zeichnungen oder Bilder bestätigt. Unter anderem zeigt eine Zeichnung von Pisanello den Mops. War der Mops also schon sehr früh allgemein in Europa verbreitet und eindeutig sehr beliebt, begann sein "Siegeszug" erst recht im 17. Jahrhundert, denn zu dieser Zeit begann die China - Mode. Sein fremd anmutendes, exotisches Aussehen, sein lustiges Temperament, seine Treue und Anhänglichkeit haben sicherlich nicht unwesentlich zu dieser steigenden Popularität beigetragen. Obwohl er als Hund zu nichts nütze war: nicht zum Jagen, nicht zum Hüten, kaum zum Wachen; konnte dies nicht verhindern, dass er ein heiß geliebter Familienhund wurde und überall dabei war, auch auf Familienporträts. Der Mops war jahrhundertelang wohl die einzige Rasse mit kurzer Schnauze und Kulleraugen. Obwohl allgemein beliebt, war er mitunter schwer zu haben, was wiederum manchen Liebhaber dazu veranlasst hat. Möpse mit Hunden anderer kleiner Rassen zu kreuzen, um einerseits bei denen Mopsmerkmale heranzuzüchten und andererseits die große Nachfrage nach Mopshunden, ob reinrassig oder nicht befriedigen zu können. Wie dem auch sei, im Laufe des 19. Jahrhunderts, dem eigentlich "Jahrhundert des Mopses", kam die Dekadenz, zum Teil durch Kreuzen mit anderen Rassen, zum Teil durch falsche Haltung. Denn der Mops war nicht nur der Liebling des Adels, sondern wurde später auch der heißgeliebte Mittelpunkt des Biedermeierstübchens alleinstehender Damen. Die stopften ihn leider voll mit Konfekt und anderen Leckereien so dass der einst aktive, muskulöse Mops sich umwandelte in eine pralle Wurst und sich vor Faulheit und Verfettung nicht mehr von seinem Seidenkissen rühren konnte. Die Bildergeschichten von Wilhelm Busch haben dem Ansehen des Mopses noch mehr geschadet, weil er darin stets eine klägliche Rolle spielte; dumm, dick und gefräßig. Und so konnte der große Brehm schreiben: "Die Welt wird nichts verlieren, wenn dieses abscheuliche Tier den Weg allen Fleisches geht." Armer Mops....! Aber um die Jarhundertwende kam dann doch die Rettung. Die Rasse ging in das 19. Jahrhundert ein als kläglicher Rest von einst geliebten Familienhunden, degeneriert durch Kreuzungen mit anderen Rassen, verspottet als "dumme, dicke Töle", für die kein vernünftiger Mensch mehr Verwendung fand. Man hat es hauptsächlich Lord und Lady Willoughby d` Eresby und Mr. Morrison zu verdanken, dass der Mops durch Blutauffrischung wieder neu belebt wurde. Indirekt waren auch die Holländer und Russen daran beteiltgt, denn Lord und Lady Willoughby d` Eresby importieren zwei russische Möpse aus St. Petersburg. Mr. Morrison importierte mehrere Möpse aus Holland aus rein gezüchteten Blutlinien. Ungefähr 1860 kamen noch zwei aus dem, von britischen Truppen eroberten, kaiserlich Palast in Peking entwendete Möpse hinzu. Quelle: Der Mops; Christina A. Veldhuis
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